Griffband und Griffgröße: Basisband, Overgrip und die richtige Stärke
Zwei Dinge werden oft verwechselt: das Basisband liegt direkt auf dem Griff und wird ersetzt, wenn es durch ist. Das Overgrip kommt obendrauf und wird häufig gewechselt. Die Griffgröße prüft man in zehn Sekunden mit dem kleinen Finger, und ein Overgrip verändert sie um etwa eine halbe Stufe.
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- Thema
- Griff und Band
- Von
- TopSpinWerk
Kurz gesagt
- Das Basisband ist die dickere Schicht direkt auf dem Griffrohr und wird ersetzt, nicht überwickelt.
- Das Overgrip ist dünn, kommt auf das Basisband und ist das Verbrauchsteil, das man oft wechselt.
- Die Griffgröße passt, wenn zwischen Fingerspitzen und Handballen der kleine Finger der anderen Hand Platz hat.
- Ein Overgrip legt etwa eine halbe Griffstufe drauf - das ist der einfachste Weg, einen knapp zu kleinen Griff zu retten.
Basisband und Overgrip sind zwei verschiedene Dinge
Auf einem Griff liegen im Normalfall zwei Schichten. Die untere ist das Basisband, auch Basisgriffband oder Replacement Grip genannt. Es ist dicker, oft leicht gepolstert und gehört zum Schläger, so wie er aus der Fabrik kommt. Es bleibt lange drauf und wird irgendwann abgenommen und ersetzt.
Die obere Schicht ist das Overgrip. Es ist dünn, saugt Schweiß, kostet wenig und ist als Verschleißteil gedacht. Man wickelt es über das Basisband und tauscht es, sobald es rutscht.
Der häufigste Fehler ist, Overgrips immer wieder übereinander zu wickeln, bis der Griff dick und unförmig ist. Das alte kommt ab, bevor das neue draufkommt. Und ein Overgrip ersetzt kein durchgesessenes Basisband - wenn darunter die Polsterung platt ist, hilft nur der Tausch.
Basisband
Dicker, gepolstert, liegt direkt auf dem Griffrohr. Wird ersetzt, wenn es hart oder platt geworden ist oder sich löst. Bestimmt mit, wie dick der Griff grundsätzlich ist.
Overgrip
Dünn, obendrauf, Verbrauchsteil. Sorgt für Grip und nimmt Feuchtigkeit auf. Gibt es trocken und griffig oder klebrig - eine Frage der Hand, nicht der Qualität.
Die Griffgröße prüfen: der Fingertest
Den Schläger in der Vorhandhaltung greifen, ohne zu drücken. Dann mit der freien Hand prüfen, wie viel Platz zwischen den Fingerspitzen der greifenden Hand und dem Handballen bleibt. Passt dort der kleine Finger der anderen Hand hinein, ohne zu klemmen und ohne zu wackeln, stimmt die Größe.
Bleibt kein Platz, ist der Griff zu klein. Passt deutlich mehr als ein Finger dazwischen, ist er zu groß.
Der Test ist grob, und das ist in Ordnung. Griffgrößen liegen in halben Stufen auseinander, und mehr als eine halbe Stufe Genauigkeit braucht kaum jemand. Wichtiger ist, dass man ihn mit dem Band macht, das man tatsächlich spielt - also mit Overgrip, wenn man eines drauf hat.
Zu klein oder zu groß - was jeweils passiert
Ein zu kleiner Griff verlangt mehr Kraft, damit er sich in der Hand nicht dreht. Man hält fester, als man müsste, und dieses Dauerdrücken geht auf Unterarm und Ellbogen. Wer nach einer Stunde Spiel einen müden Unterarm hat, sollte zuerst hier nachsehen.
Ein zu großer Griff nimmt Beweglichkeit. Das Handgelenk kann nicht mehr sauber abknicken, Griffwechsel dauern länger, und am Netz wird es unruhig. Slice und Spin werden mühsamer, weil der Schlag aus dem Handgelenk fehlt.
Zwischen den beiden Fehlern ist der zu kleine Griff der leichter zu behebende: ein Overgrip, notfalls zwei Lagen Basisband, und die Sache ist erledigt. Einen zu großen Griff kleiner zu machen heißt, Material abzunehmen, und das ist je nach Schläger schnell aufwendig.
Ein Overgrip verändert die Größe
Ein Overgrip erhöht den Griffumfang um etwa eine halbe Stufe. Das ist kein Nebeneffekt, sondern ein brauchbares Werkzeug: wer zwischen zwei Größen liegt, nimmt die kleinere und wickelt.
Umgekehrt gilt es auch. Wer einen Schläger ohne Overgrip anprobiert und ihn dann immer mit einem spielt, hat am Ende eine halbe Stufe mehr als gedacht. Deshalb gehört der Fingertest in den Zustand, in dem man wirklich spielt.
Braucht man mehr als eine halbe Stufe, ist ein dickeres oder ein zweites Basisband der bessere Weg als mehrere Overgrips. Mehrere Lagen Overgrip werden ungleichmäßig, und die Kanten des Achtkants verschwinden - dann spürt man nicht mehr, wie der Schläger in der Hand liegt.
Wann wechseln
Es gibt kein Intervall, das für alle stimmt. Die Hand entscheidet: sobald der Griff rutscht oder sich glatt anfühlt, ist er durch. Bei einem Overgrip darf das ruhig oft passieren, es ist als Verbrauchsteil gedacht.
Ein zweiter Hinweis ist die Haltekraft. Wer merkt, dass er fester zufasst als sonst, tut das meistens unbewusst, weil der Griff nachgibt. Genau dieses Dauerdrücken will man vermeiden.
Ein Basisband hält deutlich länger als ein Overgrip, aber nicht ewig. Wenn es hart geworden ist, sich an den Kanten löst oder die Polsterung platt liegt, kommt es raus - spätestens dann, wenn der Schläger sowieso in der Werkstatt ist.
Overgrip wechseln
Wenn es rutscht, glatt wirkt, sich verfärbt oder am Ende aufgeht. Vor einem Turnier oder Matchtag grundsätzlich ein frisches.
Basisband wechseln
Wenn es hart oder platt ist, sich löst oder unangenehm riecht. Auch dann, wenn man den Griff gezielt eine Stufe dicker haben will.
Richtig wickeln
Üblich ist von unten nach oben mit etwa einem Drittel Überlappung, straff aber nicht überzogen, das Ende mit dem beiliegenden Klebeband fixiert. Vorher das alte Band abnehmen.
Häufige Fragen
Welche Griffgröße brauche ich?+
Die, bei der zwischen den Fingerspitzen der greifenden Hand und dem Handballen der kleine Finger der anderen Hand passt. Der Test wird in der Vorhandhaltung gemacht, mit dem Band, das man tatsächlich spielt. Liegt man zwischen zwei Größen, nimmt man die kleinere und wickelt ein Overgrip drauf.
Kann man einen Griff größer machen?+
Ja, und zwar einfach. Ein Overgrip bringt etwa eine halbe Stufe, ein dickeres oder zweites Basisband entsprechend mehr, und für ganze Stufen gibt es Schrumpfschläuche, die unter das Band kommen. Mehrere Overgrips übereinander sind die schlechteste dieser Möglichkeiten, weil der Griff unregelmäßig wird.
Kann man einen Griff kleiner machen?+
Nur begrenzt. Ein dünneres Basisband oder das Spielen ganz ohne Overgrip holt etwa eine halbe Stufe heraus. Alles darüber bedeutet, am Griffrohr selbst zu arbeiten oder - bei Schlägern mit wechselbaren Griffschalen - diese zu tauschen, und das lohnt sich selten.
Wie oft sollte man das Overgrip wechseln?+
Sobald es rutscht oder sich glatt anfühlt, und das hängt von Hand, Wetter und Spielmenge ab. Wer stark schwitzt, wechselt es häufiger als jemand, der in der Halle trocken bleibt. Ein Anhaltspunkt ist die eigene Haltekraft: wer unbewusst fester zufasst, hat es zu lange draufgelassen.
Overgrip auf das Basisband oder anstelle?+
Auf das Basisband. Ein Overgrip allein auf dem nackten Griffrohr ist zu dünn, rutscht auf dem Lack und macht den Griff eine ganze Stufe zu klein. Das Basisband bleibt unten, das Overgrip ist die Schicht, die man tauscht.
Und wo wir ins Spiel kommen
Wir messen die Griffgröße mit, wenn ein Schläger zur Bespannung bei uns ist, und sagen, wenn sie nicht passt - das ist eine der häufigeren Ursachen für einen müden Unterarm und mit einem Overgrip oder einem neuen Basisband erledigt. Basisbänder und Overgrips wickeln wir auf Wunsch gleich mit auf. Im Shop liegen beide Arten, trocken und klebrig, damit man sich nicht zwischen Produktnamen entscheiden muss.
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